Warum ganzheitliche Behandlung?
Der zentrale Gedanke der ganzheitlichen, funktionellen Kieferorthopädie ist die Erkenntnis, dass jede Form Ausdruck ihrer Funktion ist. Das heißt, Kieferfehlbildungen sind Ausdruck gestörter Funktionen im Bereich der Nahrungsaufnahme, des Sprechens, des Atmens, des Schluckens und der Psyche.

Körpereigene Kräfte nutzen
Die ganzheitliche Kieferorthopädie ordnet diese gestörten Funktionen neu. Dazu mobilisiert sie die körpereigenen Kräfte wie Wachstum, Entwicklung und Anpassung, anstatt mit Spangendruck auf die Zahnstellungen einzuwirken und ausschließlich mit mechanischen Kräften zu arbeiten, wie es die herkömmliche Kieferorthopädie tut. Zahnbögen und Kiefer werden einander nach und nach in Form und Funktion angeglichen. Die ganzheitliche kieferorthopädische Behandlung ist dadurch besonders schonend. Sie kommt im Grunde ohne Extraktionen aus und erzielt nachhaltige Ergebnisse.

Alle Ursachen analysieren
Da Wirbelsäule und Mundraum anatomisch eng benachbart sind, wirkt sich jede Veränderung der Körperhaltung über die Kopfhaltung auch auf die Kiefer aus.
Fehler in der Kopf- und Körperhaltung verursachen daher ebenfalls Kieferfehlbildungen. Eine verkrümmte Halswirbelsäule wirkt sich auf die Lage des Unterkiefers aus. Bei einem rückverlagerten Unterkiefer, der oft mit Mundatmung gekoppelt ist, werden Kopf und Hals häufig nach vorn gestreckt und auch die Schultern hängen vor.

Mit wirksamen Begleittherapien ergänzen
Um im Mundraum harmonische Verhältnisse herzustellen, muss der ganze Mensch mit Leib und Seele betrachtet werden. Je nachdem, wo die Ursachen für eine Kieferfehlbildung oder eine Zahnfehlstellung liegen, ist die Einbindung von Begleittherapien in ein ganzheitliches Therapiekonzept sehr wirkungsvoll.

Ganzheitliche Kieferorthopädie umfasst somit:

  • Korrektur von Zahnfehlstellungen
  • Neuordnung der Funktionen im Mundraum
  • Schaffung harmonischer Verhältnisse im Mundraum bei Kieferfehlbildungen
  • Änderung der Kopfhaltung und Aufrichtung der Halswirbelsäule
  • Korrektur der Zungenlage und Entlastung des ventralen Lymphsystems
  • positive Beeinflussung der Atemfunktion und der Stellung der Wirbelsäule